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  22.07.2018: Zuwachs auf der Seite Stadt- und Verkehrspläne, neu ist eine Flurkarte von Eschersheim (1890) und  ein Pharus-Stadtplan von ca. 1928. -- 22.06.2018: Eine von der DB aus Anlass der Eröffnung der Frankfurter S-Bahn 1978 aufgelegte Broschüre findet sich am Ende der Seite "Publikationen", die S-Bahn wurde am 28. Mai 40 Jahre alt. .

Anhand der Bilder kann man erahnen welchem Themenkreis diese Webseite sich widmet, nämlich der Historie des Frankfurter Nahverkehrs, besonders auch der Strecken- und Liniengeschichte. Dazu gab es bis um 2003 kaum Informationen im Internet, dieses Manko sollte mit dem Projekt beseitigt werden. Bei der Betrachtung sei allen Besuchern viel Vergnügen gewünscht.

Ein L-ka Zug 1973 auf Linie 6 vor der Konstablerwache. Das Gebäude von C&A war damals eine Baustelle, hier im Bild noch die Vorkriegsfassade. Am 5. März 1973 änderte sich auf der 6 der Wageneinsatz, 2-Achser-Dreiwagenzüge wurden abgezogen und durch neue P-Wagen, alternativ durch Züge aus L-Tw und ka-Bw ersetzt. L 241 kam vom Ostbahnhof und fuhr zum Westbahnhof wie in den 60ern, diese Relation war 1973 allerdings nicht mehr der Regelfall.

1970 war die 6 zur Verstärkerlinie in Spitzenzeiten herabgestuft worden, die in der Regel bis Praunheim fuhr. Am Westbahnhof endeten/begannen nur noch Ein- und Aussetzfahrten. 3 Jahre später wurde die 6 komplett eingestellt und 1978 begann hier der Bau des 4-gleisigen U- und S-Bahntunnels. An dieser Stelle fährt heute unter der Erde die U6 vom Ostbahnhof ebenfalls nach Praunheim, jedoch zur Heerstraße.
 

 
Gestern   Heute
Anstelle der alten Wilhelmsbrücke entstand im Zuge des Wiederaufbaus nach dem Krieg die neue Friedensbrücke, die am 2. März 1951 feierlich eröffnet wurde. Am südlichen Brückenkopf errichtete die AEG ein Hochhaus für ihre Verwaltung. Dieses Hochhaus nahm die Straßenbahnverwaltung später zum Anlass, die Haltestelle "Hippodrom" nun "Hochhaus-Süd/Elektrohaus" zu nennen. Der neue Name setzte sich indes nur schwer durch. Die Mehrzahl der Schaffner rief entgegen der einschlägigen Dienstanweisung den Namen der Haltestelle weiterhin mit Hippodrom aus, das war einfacher, Hochhaus Süd/Elektrohaus erschien ihnen zu umständlich. Nun wusste ein Schulbub wie ich mit dem komischen Namen herzlich wenig anzufangen, ebenso wenig wie Frankfurt-Besucher.

Auf Nachfrage erklärte man mir das Hippodrom sei im Krieg zerstört worden - mehr wollte man dazu nicht sagen. Aber was war das, wo stand es genau? Ich dachte, es müsse Ecke Gartenstraße gewesen sein, wo 1960 noch eine Ruine stand. Erst viel später erfuhr ich, dass es sich um eine riesige Reithalle gehandelt hatte, die auch größeren Sport- und Tanzveranstaltungen Raum bot und in Frankfurt sehr beliebt war (linkes Bild, um 1900). Die Frankfurter Rundschau widmete dem Hippodrom 2014 einen eigenen Artikel. Die einsturzgefährdete Ruine des Hippodrom wurde 1956 abgetragen, an ihrer Stelle ein nüchterner Zweckbau errichtet, der heute Sitz des chinesischen Generalkonsulats ist (s. Google-Luftbild). Da der neue Haltestellenname auch in der Bevölkerung keinen Anklang fand, wurde die Haltestelle 1968 nochmals umbenannt und trägt seitdem den Namen "Stresemannallee/Gartenstraße". Die AEG ist seit 1996 ebenso Geschichte wie das Hippodrom, ihr erst 1951 fertiggestelltes Hochhaus 1999 wurde schon wieder abgerissen.

  Die Frankfurter Nahverkehrshistorie  wäre unvollständig ohne Erwähnung der Oberleitungsbusse, die infolge der Treibstoffknappheit während des zweiten Weltkrieges zusätzlich zur Straßenbahn und zum Kraftomnibus zum Einsatz kamen.

Mehr als 15 Jahre von Anfang 1944 bis 17.10.1959 war die Strecke der Linie 60 (Heddernheim - Praunheim/Brücke) mit Fahrdraht überspannt. Diese Strecke wurde gewählt, weil sie beidseitig unkompliziert an die Stromversorgung der Straßenbahn anzuschließen war.

Im Bild erreichte O-Bus Nr. 2 nach der Durchfahrt durch Alt-Praunheim eben die Endhaltestelle  Praunheim Brücke, die nicht wie die neun Jahre später angelegte Haltestelle in der Schleife der Straßenbahn lag, sondern westlich des nördlichen Brückenkopfs. Es gab 4 Wagen, Hersteller MAN (Fahrwerk), Schumann (Aufbau) & AEG (Elektrik).

 
Luftbild Bockenheimer Warte: Ansichtskarte von 1956   Luftbild Bockenheimer Warte 1981 nach Auflassung der StZW

 

 

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