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6.12.2017: Ein kompletter Gleisplan der Stadtwerke Frankfurt aus dem Jahre 1983 ist neu in der Sammlung.
Die Archivfunde enthalten seit dem 7.11.2017: Zwei Infobroschüren des Stadtbahnbauamtes von 1975 und 1985.

Wie vielleicht an den Bildern zu erkennen ist, widmet diese Webseite sich der Historie der Frankfurter Straßenbahn, in erster Linie der Strecken- und Liniengeschichte. Bis um 2000 gab es darüber kaum hinreichende Informationen - diesem Manko sollte hiermit abgeholfen sein. Interessierten wünsche ich viel Spaß beim Stöbern in der  Frankfurter ÖPNV-Geschichte!

Einst für die "Milchmädchenlinie"
6A verlegte, jedoch nie benutzte
Gleise in der Trierischen Gasse
Pt-Wagen 746 im Juni 1986 bei der Anfahrt auf die
Haltestelle Kettenhofweg in der Mendelssohnstraße
auf Linie 19, Fahrtrichtung Niederrad (Haardtwaldplatz)

 

  Blick entlang der Schloßstraße vom Kurfürstenplatz in Richtung Messe, 1965. Die Straße war damals noch im Vorkriegszustand außer der westlichen Bebauung, deren Fluchtlinie im Hinblick auf eine Verbreiterung bereits beim Wiederaufbau ca. 10 Meter zurück gesetzt worden war. Die so entstandenen Freiflächen wurden jahrelang von den Pkw als Parkplatz genutzt. Die durch die Zerstörungen herunter gerissenen Oberleitungen wurden auf der Westseite an provisorischen Holzmasten befestigt. Links unten ist der 1959 angelegte Abzweig in die Kurfürstenstraße zur Einfahrt in die Schleife Westbahnhof erkennbar. 
In diesem Jahr startete der Umbau zum heutigen Zustand mit eigenem Gleiskörper (siehe Vergleichsfoto) für die Straßenbahn, der nach der Fertigstellung zur Hauptverkehrszeit von 6 Linien genutzt wurde, seit 1986 aber nur noch als Betriebs-Strecke dient. Die neuen Gleise, Fahrbahnen und Gehsteige wirken nach gut 50 Jahren ebenso vernachlässigt und herunter gekommen wie die Infrastruktur auf dem Bild aus den 60er Jahren.
Am Schönhof waren die Arbeiten zum Ausbau der Schloßstraße schon angelaufen, der Rohbau der neuen Breitenbachbrücke ist im Hintergrund erkennbar, allerdings waren zu dem Zeitpunkt noch keine Gleise verlegt. Die prognostizierte Verkehrszunahme ließ es den Planern notwendig erscheinen, beide Projekte miteinander zu koppeln und zeitgleich umzusetzen.
Weil bei der Gelegenheit auch die Kreuzung am Schönhof verkehrsgerecht gestaltet werden sollte, waren aber die Gleiskreuzungen und Abzweige der Tram dem Projekt  im Weg. Gleich zwei historische Tramanlagen fielen daher dem Ausbau zum Opfer: zum einen das Pferdebahndepot Schönhof von 1872, welches allerdings im Krieg stark in Mitleidenschaft gezogen worden war, sowie die seit 1876 bestehende Strecke durch die Leipziger Straße. Beide gingen am 28.05.1965 außer Betrieb. Linie 3 welche die Strecke durch die Leipziger Straße bedient hatte, wurde fortan auf ihrem Weg nach Rödelheim über die Schloßstraße geführt, siehe Foto oben.

  Lv-Wagen 206 auf der Taunusbahnlinie 25 an der Endhaltestelle Goetheplatz Ende 1957. Die Taunusbahnlinien 24 / 25 endeten hier von 1954 bis 1967, wofür diese Gleise eigens verlegt wurden. Bis 1953 kreuzte die Tram den Platz  nur in Ost-West-Richtung von der Goethestraße zur Hauptwache via  Steinweg.

Die Wende an dieser Endstelle war Fahrziel abhängig. Die Taunuslinien wendeten gegen den Uhrzeigersinn ab der Schillerstraße über Biebergasse, über Roßmarkt - Hauptwache zurück. Gegenläufig wendeten Züge anderer Richtungen, so. die 21 von 1954 - 1957 oder die 4 ab 1960. Die rechte Haltestelle wurde dennoch seltener angefahren als die linke.

1967 wurde hier ein 3. Gleis verlegt und der Verkehr von der Hauptwache abgezogen. Mit Rücknahme des Tramverkehrs aus der City verschwand das 3. Gleis wieder, der Rest 1986.

1963 wurden von DÜWAG außer der 2. Serie von 15 M-Wagen und 12 m-Beiwagen auch die bestellten Doppelgelenkwagen der Reihe N ausgeliefert, deren erste die M-Tw auf Linie ablösten. Nachdem alle Kurse der 1 bestückt waren, kamen die nächsten auf anderen hoch belasteten Strecken zu Probeeinsätzen.
Auch im Februar 1964 war dies noch der Fall, Anlass für dieses Foto vom Weißen Stein. In der früheren Schleife stand Tw 822, das Gleis vorne zweigte zur Wagenhalle ab die hinter dem Fotografen lag. Normal wendeten hier keine Züge der 24, möglicherweise war für Testzwecke ein Extra-Zug eingelegt worden.
Trotz Endstation am Goetheplatz zeigte das Zielschild "Hauptwache" an, wahrscheinlich fehlte ein passendes Schild. Die Haltestelle Richtung Innenstadt verlässt gerade ein H-Wagenzug, das Haus links an der Ecke zur Kurhessenstraße fiel 1967 der Verbeiterung der Eschersheimer zum Opfer.

 

 

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